Eigentlich möchte man meinen, dass frostige Temperaturen Penisse auf ihre wahre Größe reduzieren. Möchte man, denn kanadische Zoologen haben die Fortpflanzugsorgane von 122 Arten miteinander verglichen und kommen genau zum gegenteiligen Schluss: Demnach lassen niedrige Temperaturen und Schneefall die "Unterlänge" eher anschwellen als schrumpfen...
Im Laufe der Zeit treibt die Evolution Blüten,die auf den ersten Blick manchmal nicht ganz logisch erscheinen.Dazu gehört auch das Ergebnis der Studie jener Forscher,die sich die Mühe machten, die Penislängen von 122 Artenzu verglichen. Die Wissenschaftler wollen einem Bericht des Fachmagazines"Oikos" zu Folge herausgefunden haben, dass Tiere, die in nördlichenBreiten leben, stolze Besitzer von größeren Penissensind, als ihre Artgenossen, die in wärmeren Gegenden zu Hausesind.
Selten Sex Die Forscher vermuten, dass die Extra-Längeauf das besondere Paarungsverhalten zurückzuführen ist,das das Leben in kälteren Gefilden notwendig macht. Dennje unwirtlicher die Gegend, desto seltener treffen sich Männchenund Weibchen zu einem fortpflanzungstechnischen Stelldichein.Nach Ansicht des Forschungsleiters Steven Ferguson vom LimnologischenInstitut in Winnipeg ist dabei ein größerer Penis vonVorteil, weil die Spermien näher an den Eizellen abgelegtwerden.
Der Vergleich machte sicher Und tatsächlich: Vergleicht man die "Unterlängen"von z.B. antarktischen Seeelfanten, mit ihren Artgenossen auswarmen Zonen, liegt der Unterschied auf der Hand. Beim arktischenExemplar maßen die Forscher beachtliche 60 Zentimeter Länge,das tropische Exemplar muss hingegen mit einem wesentlich kürzerenOrgan auskommen...
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.