Verstärkter Trend:

Die Leute wollen Betreuung im eigenen Zuhause

Oberösterreich
23.03.2018 09:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

ÖVP-Politiker Thomas Stelzer ist bald ein Jahr lang Landeshauptmann, was die Partei auch mit einer Plakatwelle würdigt. Im ab nächster Woche plakatierten Slogan vom „Land der Möglichkeiten“ ist auch die Sozialpolitik mit umfasst; ein Thema, bei dem Stelzer auf die Schaffung von 400 neuen Wohnplätzen für Behinderte verweist und im Altenbereich die aktuelle Abkehr von neuen Pflegeheimen begrüßt.

Die Leute wollen so lange wie möglich daheim bleiben„, weiß auch Stelzer: “Diesem Trend kommen wir mit Ergebnissen des gemeinsam getragenen Reformprojektes ,Sozialressort 2021+‘ entgegen, das gerade vor dem Hintergrund einer zunehmend alternden Gesellschaft das Motto ,mobil vor stationär‘ mehr denn je betont.„

Keine neuen Heime mehr
 Das inkludiert auch die Abkehr von der Errichtung neuer Alters- und Pflegeheime (außer schon beschlossener und als Ersatzbauten notwendiger), was LH Stelzer auch gegenüber den Bedenken mancher Bürgermeister unterstützt: “Wir mussten ja da und dort auch schon Leerstände in Heimen feststellen", so der LH. Auch neue teilbetreute Wohnformen gehören hier zum Paradigmenwechsel. Die Entlastung pflegender Angehöriger durch mobile Dienste ist ebenso Thema.

Wohnplätze für Behinderte
 In seiner Regierungserklärung vor einem Jahr hat Stelzer 400 neue Wohnplätze für behinderte Landsleute angekündigt. Das sieht er ebenfalls durch das Reformprojekt umgesetzt. Darüber hinaus wird es auch in diesem Bereich künftig mehr Teilbetreuung und Inklusion geben.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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