So, 23. September 2018

Mord an Ehefrau

07.03.2018 06:00

Das Todesurteil: „Ich habe einen anderen“

„Es ist vorbei. Ich habe einen anderen Mann!“ Damit sprach jene Kroatin (46), die – wie berichtet – in Bad Schallerbach vom Ehemann (44) erstochen worden war, ihr Todesurteil. Der Täter ist voll geständig. Schwer traumatisiert ist eine junge Nachbarin: Sie muss dauernd an die fürchterliche Todesschreie denken!

„Wir haben zuerst das Raufen gehört, haben noch gedacht, dass kleine Kinder herumtollen. Dann hat meine Nachbarin zu schreien begonnen. Man hat einmal ,Hilfe‘ gehört, dann nichts mehr“, berichtete Nachbar Lukas Matsche (28) über die Bluttat von Bad Schallerbach. Weiter: „Meine Freundin schläft sonst bei mir. Diesmal wollte sie unbedingt, dass ich zu ihr komme, weil sie nicht neben dem Tatort schlafen will. Das Ganze hat sie extrem mitgenommen.“

Tödliche Aussprache
Am Dienstag hat der Kroate Dragan N. (44) ein Geständnis abgelegt, gab an, seine von ihm getrennt lebende Frau Sarajka (46) wegen einer Aussprache besucht zu haben. „Er schlief bei ihr, am Montagmorgen kam das Thema wieder auf die Trennung“, weiß Birgit Ahamer, Sprecherin der Welser Staatsanwaltschaft. Alkohol dürfte nicht im Spiel gewesen sein, als Dragan D. mehrmals auf seine Gattin einstach. Sie war nach Bad Schallerbach gezogen, weil hier ihre Schwester lebt. Das Paar hat zwei Kinder (13 und 18 Jahre), die in Kroatien leben.

Einzelheiten der Bluttat aus Gedächtnis gelöscht
„Die U-Haft wurde verhängt, der Verdächtige ist kooperativ, steht aber offensichtlich unter Schock und kann sich an Einzelheiten der Tat nicht erinnern“, sagt Ahamer. Er hoffe aber, dass sein Gedächtnis wieder zurückkommt.

Markus Schütz, Christoph Gantner/Kronen Zeitung

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