Mi, 25. April 2018

Nachbar schlug Alarm

06.03.2018 06:03

Kroate nach Tat: „Habe Ehefrau kaputt gemacht“

Ehedrama im oberösterreichischen Kurort Bad Schallerbach: Ein 44-jähriger Kroate hatte dort seine von ihm getrennt lebende 46-jährige Gattin besucht, bei ihr übernachtet. Montagfrüh kam es zum Streit, bei dem der Mann nach einem Küchenmesser griff und auf die Frau einstach. Als die Polizei eintraf, war sie schon tot.

Ein Nachbar im Mehrparteienhaus, der Koch Lukas M., hatte Montagfrüh um 6 Uhr laute Geräusche gehört. „Ich hab’ erst geglaubt, Kinder lärmen – die Frau hatte öfter welche zu Besuch. Aber dann hab ich sie laut ,Hilfe‘ schreien gehört und hab’ sofort die Polizei alarmiert“, erzählte M. der „Krone“.

Kurz darauf traf eine Sektorstreife ein. Da öffnete der Kroate die Wohnungstür. „Er war ganz ruhig, sagte sofort: ‘Habe Frau kaputt gemacht‘“, so Nachbar Lukas M. weiter.

Verdächtiger unter Mordverdacht verhaftet
In der Wohnung fanden die Beamten dann die blutüberströmte Leiche der 46-jährigen Sarajka K. – jede Hilfe kam für sie zu spät. Der Gatte des Opfers, Dragan K., wurde unter Mordverdacht festgenommen. „Der Verdächtige hat dabei keinen Widerstand geleistet – die Ermittlungen aber sind schwierig, weil der Kroate kaum Deutsch spricht, muss er mithilfe eines Dolmetschers einvernommen werden“, so Polizeisprecherin Simone Mayr-Kirchberger.

Bei Besuch kam es zum tödlichen Streit
Nach bisherigen Erkenntnissen war der Ehemann am Sonntag aus Kroatien zu Besuch bei seiner Gattin angereist. Diese wohnte erst seit Dezember des Vorjahres alleine in einer kleinen Wohnung im 2. Stock des Hauses in der Leharstraße, ihr Gatte war dort nicht angemeldet. Der Mann blieb über Nacht, in der Früh muss es dann zum lautstarken Streit gekommen sein – bis der Ehemann nach einem Küchenmesser griff und es der Ehefrau mehrmals in den Bauch rammte.

„Wir haben wegen der Trennung gestritten“
Bei der Einvernahme bestätigte der Verdächtige erste Tatmotivvermutungen: Es sei wegen der bevorstehenden Trennung zum tödlichen Streit gekommen.

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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