Mo, 18. Juni 2018

„Was soll ich tun?“

22.02.2018 07:22

In Laderaum gesperrt: Studentin suchte Rat im Web

Ungewollt zur "Berühmtheit" wurde eine Studentin, die - wie berichtet - bei der Fahrt mit einem ÖBB-Bus von Klagenfurt nach Wolfsberg in Kärnten im Laderaum eingesperrt gewesen war. Sogar in Deutschland und in der Schweiz sorgt der Fall für Schlagzeilen, da die 21-Jährige öffentlich via Internet um Rat ersucht hat.

Wie in der Sendung "Versteckte Kamera" hatte sich der Busfahrer gefühlt, als er in Wolfsberg von der Polizei und weiteren Schaulustigen "empfangen" wurde. Doch es war purer Ernst. Denn die Studentin hatte während der Fahrt über das Internet rasch für ungeahnte Aufmerksamkeit gesorgt. "Ich bin im ÖBB-Bus hinten beim Gepäck eingesperrt. Was soll ich tun? Bei der Hotline hebt keiner ab", postete sie nach der Abfahrt auf der Chat-Plattform "Jodel".

"Habe noch versucht, gegen die Tür zu drücken"
Dort beschrieb sie auch, warum sie in den Laderaum gestiegen war: "Mein Zug hatte Verspätung, deshalb kam ich knapp zum Bus." Zu dem Zeitpunkt seien zwei Fahrgäste bei der Tür vorne gestanden. "Daher habe ich gedacht, dass es sich ausgeht." Plötzlich wurde der Laderaum geschlossen. "Ich habe noch versucht, gegen die Tür zu drücken."

Dass sie über eine Luke in den Fahrgastraum steigen hätte können, habe sie nicht gewusst. "Die war irgendwo hinter den Koffern versteckt." Überdies habe ihr die Polizei angeboten, ein Auto nachzuschicken, sollte sie "Luftnot" bekommen.

ÖBB wollen Warnschilder anbringen
Die ÖBB bedauern den Vorfall. "Die Frau ist wohl in den Laderaum gestiegen, als der Fahrer gerade zu seinem Platz unterwegs war", so Sprecher Christoph Posch. Er wolle aber keine Schuldzuweisungen erteilen. Die ÖBB überlegen nun, Warnschilder an allen Bussen anzubringen, und die Studentin soll mit einem "Goodie-Bag" versöhnt werden. Eine Optimierung der ÖBB-Hotline würde wohl auch nicht schaden.

Christian Rosenzopf, Kronen Zeitung

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