Böse Pannenhelfer

Schmuckdiebstahl an der Westautobahn geklärt

Niederösterreich
29.09.2009 11:02
Über mehrere Monate hat ein Fall von räuberischem Diebstahl an der Westautobahn (A1) bei Loosdorf (Bezirk Melk) die Polizei in Atem gehalten, doch nun scheint das Verbrechen vom Februar geklärt: Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, gelten nun drei Serben als Verdächtige. Sie sollen damals einen Koffer mit Schmuck im Wert von 180.000 Euro erbeutet haben. Das noch flüchtige Trio soll im März und April außerdem weitere vier ähnliche Taten in Niederösterreich verübt haben.

Den Serben – zwei 39-Jährige und ein 40-Jähriger – wird angelastet, am 19. Februar auf der Raststation Völlerndorf (Bezirk St. Pölten) einen Reifen des Autos zweier Schmuckhändler aufgeschlitzt zu haben. Die Männer aus Deutschland, die auf der Rückreise aus Ungarn waren, mussten daraufhin bei Loosdorf anhalten.

Kofferdiebstahl anstelle von Pannenhilfe
Beim Reifenwechsel sei ein Unbekannter hinzugekommen und habe Hilfe angeboten, so die Polizei damals. Die deutschen Händler nahmen zwei Koffer, in denen sich die Schmuckkollektionen befanden, aus dem Kofferraum und stellten sie neben das Fahrzeug. In einem unbemerkten Moment griff der Unbekannte zu und lief zu einem Auto, in dem sich seine Komplizen befanden.

Einem der Händler gelang es im Zuge eines Handgemenges noch, einen Koffer wieder an sich zu reißen. Der andere wurde freilich samt leeren Schmucktableaus erst am 28. Februar in einem Wald in Karlstetten (Bezirk St. Pölten) aufgefunden. 

Ermittler stießen auf ähnliche Fälle
Bei den Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Loosdorf kamen dann noch vier ähnlich gelagerte Vorfälle ans Tageslicht, so die Sicherheitsdirektion am Dienstag. Im Zeitraum vom 18. März bis zum 16. April kam es nach Zerstechen von Hinterreifen an Pkw in St. Pölten, Maria Ellend und Göttlesbrunn (Bezirk Bruck/Leitha) sowie in Wöllersdorf (Bezirk Wr. Neustadt) zu Diebstählen.

Die Täter erbeuteten dabei jeweils Bargeld und Dokumente. Letztere wurden in der Folge zumeist weggeworfen und später aufgefunden. Den Ermittlern zufolge dürften alle fünf Fälle auf das Konto der drei gesuchten Serben gehen.

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