Philippinen-Sturm
Zahl der Toten auf 240 gestiegen
Nach Angaben der Behörden waren fast eine halbe Million Bewohner der Hauptstadt und ihrer Umgebung obdachlos. Auslöser für die schweren Regenfälle war der Tropensturm "Ketsana". Die Hauptstadtregion wurde von neunstündigen schweren Regengüssen heimgesucht, fast 80 Prozent der Millionenmetropole standen unter Wasser.
Obdachlose finden im Präsidentenpalast Unterschlupf
Hunderte Überlebende haben mittlerweile Zuflucht im Präsidentenpalast in Manila gefunden. Durch die Überschwemmungen obdachlos gewordene Menschen und die Ärmsten der Armen strömten am Dienstag in der Hoffnung auf medizinische Hilfe, Nahrung und ein Dach über dem Kopf zur Residenz von Staatschefin Gloria Arroyo. Die Flutopfer sollten "in allen zur Verfügung stehenden Bereichen" des Präsidentenpalastes sowie in Zelten auf dem Gelände untergebracht werden, erklärte Arroyo. Notfalls würden Mitarbeiter ihre Büros räumen, um Platz für Obdachlose zu machen.
Die Gesundheitsdienste warnten unterdessen vor dem Ausbruch von Seuchen, da Teile der Katastrophenregion weiter meterhoch unter Wasser stehen und Leichen in den Fluten treiben.
"Ketsana" tötet in Vietnam mehr als 20 Menschen
Nach den Philippinen ist "Ketsana" auch über Vietnam hinweggefegt und hat dort mehr als 20 Menschen in den Tod gerissen. Der zum Taifun herangewachsene Sturm traf nach Behördenangaben am Dienstag südlich von Danang auf Land.
In Vietnam ergriffen rund 170.000 Menschen die Flucht vor dem Sturm. Die Behörden mobilisierten tausende Soldaten und Polizisten, um Bewohner aus der Bahn des Tropensturms in Sicherheit zu bringen. Flughäfen und Schulen wurden geschlossen. Teile der viertgrößten Stadt Danang an der Ostküste des Landes sowie die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende alte Hauptstadt Hue wurden überschwemmt. In weiten Teilen der Küstenregion fiel der Strom aus.
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