Trauriges Ende

Nach 50 Jahren Ehe fast blinde Frau erstochen

Oberösterreich
25.09.2009 10:44
Trauriges Ende einer 50-jährigen Ehe: Weil seine 82-jährige Frau öfters geschimpft hat, hat ein 81-jähriger Gmundner zum Messer gegriffen und die halb blinde Gattin getötet. In Wels wurde über seine Einweisung in eine Anstalt entschieden.

Fast apathisch folgte der demenzkranke Mann dem Prozess vor Richter Anton Weber. Aussagen oder sich rechtfertigen wollte er nicht. Deshalb las der Richter vor, was er kurz nach der Tat bei der Polizei ausgesagt hatte: Dass er sich immer so aufregen habe müssen wegen der Frau, dass sie ihm am Schluss auf die Nerven gegangen sei und er so viel im Haushalt habe tun müssen.

Verteidiger Fritz Vierthaler: „Diese Tat nach 50 Jahren Ehe ist ein Beweis, dass der Mann in einem Ausnahmezustand der Verzweiflung gehandelt hat.“ Der pensionierte Bäcker sei mit der Betreuung seiner Ehefrau überfordert gewesen. Staatsanwältin Christina Chalupsky beantragte vor den Geschwornen seine Einlieferung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

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