Verhaftung beim Kaffee

Flüchtiger Betrüger lebte in Linz auf großem Fuß

Ein aus dem Berliner Knast geflüchteter Verbrecher (67) lebte seit Monaten in Linz auf großem Fuß und finanzierte sich mit Betrügereien – für die er eigentlich fast sechs Jahre im Gefängnis schmoren sollte. Jetzt wurde er erwischt. Andere Betrüger, die türkische Callcenter-Mafia, macht indes Jagd auf Senioren in Oberösterreich.

Im Oktober hatte der Verbrecher, der vom Einmiet-Betrug bis zu Provisions-Versprechen mit allen Tricks 400.000 € ergaunert hatte, einen Freigang zur Flucht genutzt. Ein Freund in Linz nahm ihn auf, der Betrüger verlegte seine Tätigkeit nach OÖ. Dutzende Opfer gibt’s, ein Linzer hat 30.000 € an den Gauner verloren.

Täglicher Kaffeehaus-Gang war fatal
Der fiel jetzt auf, weil er täglich in Urfahr in einem Kaffeehaus saß, dort Opfer suchte. Zielfahnder des Landeskriminalamts OÖ und der Sondertruppe EGS nahmen den Betrüger fest.

Betrüger rufen unter Polizei-Notrufnummer an
Auch eine türkische Callcenter-Mafia, die unter der Nummer 133 anruft, sucht in Oberösterreich Opfer. Eine Welserin (80) schöpfte Verdacht, als ein „Geheim-Polizist“ sie anrief, vor Verbrechern warnte, aber Bankdaten und Handynummer erfragte. Kein Einzelfall, die echte Polizei warnt vor solchen Anrufen!

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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Montag, 21. Juni 2021
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