Mo, 16. Juli 2018

Sauberer Schuss

26.01.2018 06:33

Talibanführer in Dusche von Drohne getötet

Ein bekannter Talibanführer ist in seinem Heimatdorf in Pakistan von einer Drohne getötet worden. Das US-Militär nützte dafür einen Moment, in dem der Terrorist besonders ungeschützt war - als er gerade eine Dusche nahm. Der Tod des Mannes wurde sowohl von den pakistanischen Behörden als auch von den Taliban bestätigt.

Nasir Mahmood, der über mehrere Alias-Namen verfügte, gehörte zum Haqqani-Netzwerk, das den Taliban zuzuordnen ist. Der Angriff fand in dem Dorf Biland Khel statt, das sich nahe der afghanischen Grenze befindet. Die Drohnenattacke verursachte große Schäden in dem Dorf, ein weiterer Haqqani-Anführer soll dabei verletzt worden sein.  

Mahmood soll für mehrere Angriffe auf afghanische Sicherheitskräfte und US-Soldaten verantwortlich sein. Eine Attacke auf ein Luxushotel in der Hauptstadt Kabul soll ebenfalls dem Terroristen zuzuschreiben sein.

Pakistan kritisiert US-Drohneneinsätze
Pakistan sieht den US-Einsatz von Drohnen kritisch, die Angriffe mit den unbemannten Flugkörpern seien eine Verletzung der pakistanischen Staatshoheit. Die US-Streitkräfte wiederum beschuldigen Pakistan, das Land würde den Talibankämpfern einen sicheren Hafen bieten. Die pakistanische Regierung bestreitet dies vehement und behauptet, hart gegen militante Kämpfer vorzugehen. Die USA sollten ihre Maßnahmen abstimmen, "sodass angemessene Aktionen gegen den Terrorismus mit unseren Streitkräften innerhalb unseres Territoriums durchgeführt werden können", lautete ein Statement des Außenministeriums in Islamabad.

Auch der Angriff auf Mahmood wurde von der Regierung kritisiert, denn dabei sei auch ein Flüchtlingslager ins Visier geraten. Es sei wichtig, afghanische Vertriebene so bald wie möglich in ihr Land zurückzuführen, so das Außenministerium weiter. Ihre Anwesenheit in Pakistan würde Terroristen helfen, in dem Land unterzutauchen und sich zu formieren.

 krone.at
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