Mo, 16. Juli 2018

Haare werden weniger

25.01.2018 12:00

Prinz William hat das Problem vieler Männer

Prinz William (35) stand früh unter Beobachtung, was seine Haare angeht. Schon als er 20 war, veröffentlichte die "Daily Mail" Fotos, die eine kahle Stelle auf seinem Kopf zeigten. Wie sein Onkel Edward und sein Vater Charles neigt William zum schütteren Haar. Der blonde Wuschelkopf ist schon lange weg. Jetzt hat er eine Entscheidung getroffen: lieber ganz kurz rasiert als Resthaarverwaltung.

Der "buzz cut", die neue Frisur, die der Prinz erstmals vergangene Woche zeigte, bekommt viel Lob. "Das sieht fabelhaft aus", sagt der Berliner Promi-Friseur Udo Walz. Das Männermagazin "GQ" findet, mit dem Schnitt habe William offenkundig akzeptiert, dass seine Haare immer weiter zurückgehen - dafür müsse man ihn feiern.

Sein rotschopfiger Bruder Harry stellte mal trocken fest, William habe schon eine Glatze, seitdem er zwölf sei. Seine Frau Kate sah bei einer Reise in Australien ein Alpaka-Wollbüschel und fand mit Blick auf den Schädel ihres Mannes: "Du brauchst es mehr als ich." William trägt das Ganze mit Selbstironie. Als 2013 Sohn George geboren wurde, sagte der Vater: "Er hat viel mehr Haare als ich, Gott sei Dank."

Haarausfall meist erblich bedingt
Haarausfall ist meist erblich bedingt. Geheimratsecken, lichtes Haar oder eine Art Tonsur: Viele Männer müssen lernen, damit zu leben, vielleicht ähnlich wie Frauen, die grau werden. SPD-Chef Martin Schulz versuchte es im Wahlkampf (vergeblich) mit trotzigen Worten: "Kann in Deutschland einer mit Bart, Glatze und ohne Abitur Bundeskanzler werden? Ja."

Manche Männer wollen lieber volles Haar und machen eine Haartransplantation: so wie Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi, Fußballer Benedikt Höwedes und Trainer Jürgen Klopp. Der FDP-Chef Christian Lindner reimte 2014 in einer Aachener Karnevalsrede: "Um liberales Wachstum zu generieren, ließ ich mir die Haare transplantieren." Der Saal sang dazu: "Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön."

Liste berühmter Kahlköpfe ist lang
Die Liste berühmter Kahlköpfe ist lang: Sie reicht von Schauspielern wie Telly Savalas alias "Kojak", Yul Brynner, Bruce Willis, Patrick Stewart alias "Star Trek"-Captain Picard über den Comic-Helden Charlie Brown bis hin zu "Meister Proper" aus der Putzmittelwerbung.

Die Schauspielerin Andrea Sawatzki mag die Glatze ihres Mannes Christian Berkel ("Der Kriminalist"), wie sie einmal einer Zeitung erzählte: "Als die Haare weniger und weniger wurden, hat er mich gefragt, ob er sie ganz abrasieren sollte. Ich war dafür, denn ich hatte mich aufgrund seiner Glatze in ihn verliebt. Er hat einen so schönen Kopf, es wäre nicht schön, wenn er den unter Haaren versteckte."

Kahlkopf macht auch Frauen froh
In der Fachwelt ist ein gepflegter Kahlkopf ohnehin gern gesehen. "Es kommt auf den Haartyp an", sagt Hussein Seif vom Barbierladen "Kücük Istanbul" in Berlin. "Manchmal empfehlen wir eine komplette Nassrasur." Und manchmal müssen Kunden überzeugt werden, dass ein kurz geschorener Kopf bei sehr schütterem Haar besser aussieht. Auch Bart mit Glatze geht demnach. "Hat was!", findet Seif.

Der Schummelscheitel, das Drapieren von Resthaar, ist laut Udo Walz passé. Die Männer seien eitler geworden, hat er beobachtet. Was Glatzenbildung angeht: "Je mehr man etwas verstecken möchte, umso mehr macht man darauf aufmerksam." Das hat demnach auch William - "ein gut gewachsener Mann" - erkannt. Der neue Look gefällt ihm. Ein Vorteil einer ultrakurzen Frisur: Die Männer können sich selbst die Haare scheren.

Was William angeht: Bei einem britischen Buchmacher konnte man schon wetten, welche Frisur er im Mai zur Hochzeit seines Bruders Harry trägt. Dass er sich noch schnell Haare transplantieren lässt, ist demnach ziemlich unwahrscheinlich.

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