30.12.2017 18:08 |

Polizei-Sondereinsatz

Anschlag in St. Petersburg: Verdächtiger in Haft

Drei Tage nach dem Anschlag in St. Petersburg ist der mutmaßliche Täter nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes (FSB) gefasst worden. Der Mann sei am Samstag bei einem Sondereinsatz festgenommen worden und werde nun verhört, hieß es.

Bei dem Anschlag in einem Supermarkt, den die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat für sich reklamierte, waren am Mittwoch 18 Menschen verletzt worden. Acht Verletzte befanden sich am Samstag weiterhin im Krankenhaus. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Anschlag als "Terrorakt".

Sprengsatz in Schließfach platziert
Der selbst gebaute Sprengsatz war in einem Schließfach des im Osten der Metropole gelegenen Supermarktes platziert worden. Die Detonation ereignete sich, als viele Russen wegen der Vorbereitungen für den Jahreswechsel und das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Jänner unterwegs waren.

St. Petersburg, die zweitgrößte Stadt Russlands, ist einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft 2018. Im April wurden bei einem Anschlag in der U-Bahn der Stadt 16 Menschen getötet, unter ihnen der Attentäter. Zu der Tat hatte sich eine Gruppe mit Verbindungen zum Al-Kaida-Netzwerk bekannt.

Russland im Visier von IS-Terroristen
Der IS und der syrische Arm von Al-Kaida haben Russland mehrfach mit Anschlägen gedroht, seit sich die russischen Streitkräfte im Herbst 2015 in den Syrien-Krieg einschalteten. Die russischen Geheimdienste rechnen damit, dass nach der militärischen Niederlage des IS in Syrien und im Irak vermehrt dschihadistische Kämpfer nach Russland einsickern.

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