Im schlimmsten Fall

Glühbirnen-Aus könnte EU-weit 3.000 Jobs kosten

Ausland
31.08.2009 15:22
Die schrittweise Abschaffung herkömmlicher Glühbirnen könnte nach Einschätzung der EU-Kommission bis zu 3.000 Arbeitsplätze in Europa vernichten. Diese Entwicklung sei aber nur in dem "unwahrscheinlichen Fall" zu befürchten, wenn die Hersteller nicht auf die Produktion energiesparender Lampen umstellten, erklärten Kommissionsexperten am Montag in Brüssel. Die Herstellung bzw. der Import von Glühbirnen mit einem Stromverbrauch von 100 Watt und mehr ist in der EU ab sofort (Stichtag 1. September) verboten. Im Einzelhandel noch vorhandene Vorräte dürfen aber verkauft werden, bis sie erschöpft sind.

Es sei nicht auszuschließen, dass die Einführung schärferer Energieverbrauchsstandards für Lampen die Produktionsverlagerung in Länder außerhalb der EU beschleunige, räumte die EU-Kommission ein. Grundsätzlich bestehe für europäische Hersteller aber die Möglichkeit, auf die Produktion von sparsameren Halogen- oder Energiesparlampen umzustellen.

Stellen Unternehmen auf neue Technologie um?
Der deutsche Glühbirnen-Hersteller Osram ist nach Angaben eines Sprechers jedenfalls auf die Umstellung vorbereitet. Von den insgesamt 12.000 Osram-Mitarbeitern in Europa seien nur noch sieben Prozent mit der Herstellung traditioneller Glühbirnen beschäftigt, sagte Sprecher Till Moor der Nachrichtenagentur AP. In den betroffenen Standorten sollen nun künftig Halogenlampen hergestellt werden.

In einem Jahr, zum 1. September 2010, werden dann auch Glühbirnen mit einem Stromverbrauch zwischen 75 und 100 Watt vom Markt genommen. Am 1. September 2011 folgen 60-Watt-Birnen, ab September 2012 werden schließlich auch die letzten Glühlampen aus dem Handel verschwinden. Die Verbraucher müssen dann auf Energiesparlampen, Halogenlampen oder Leuchtdioden (LED) zurückgreifen.

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