"Attacke bestellt"
Stein-Wurf gegen Topolanek inszeniert?
Die Tageszeitung "Lidove noviny" schrieb, dass der Vorfall einen "bizarren Hintergrund" habe. In diesem Zusammenhang berichtete das Blatt, dass die ODS selbst über den Zwischenfall sofort in einer Presseaussendung informierte und nur wenige Minuten nach der Attacke professionell gemachte Fotos des verletzten ODS-Chefs lieferte.
Täter stellten sich selbst der Polizei
Alle vier Täter, die höchstens für eine Ordnungswidrigkeit bestraft werden können, stellten sich unterdessen freiwillig der Polizei, wollten dazu aber keine Informationen geben. Nur einer von ihnen kommunizierte mit Medienvertretern. Er beschwerte sich darüber, dass der Auftraggeber, dessen Identität er nicht kenne, ihm und seinen Komplizen nur einen Teil der vereinbarten Summe bezahlt habe. Sie hätten Topolanek aber nur mit Eiern und nicht mit Steinen beworfen.
Topolanek betrachtet den Zwischenfall sowie dessen Zuschiebung an die ODS als eine "gesteuerte Provokation". "Man wird das alles bestimmt weiter spielen. Sie (die Täter, Anm.) werden aussagen, dass die Attacke von Marek Dalik (Topolaneks Freund und Berater, Anm.) bestellt wurde", erklärte der ODS-Chef.
"Wünschen keine Attacken von Provokateuren"
Der Hauptrivale Topolaneks, der Chef der Sozialdemokraten (CSSD), Jiri Paroubek, kritisierte den Zwischenfall neuerlich und betonte, die CSSD wünsche einen anständigen und auf Programme orientierten Wahlkampf. "Wir wünschen keine Attacken von Provokateuren auf den Wahlkampfversammlungen. Auch wünschen wir nicht, dass die Politiker mit Steinen oder Eiern beworfen werden", betonte Paroubek, der mit seinen Parteikollegen vor den Juni-Europawahlen zum Ziel einer beispiellosen Eier-Attacke wurde.
Die Attacke gegen Topolanek hatte sich am Freitag im Schwimmbad in Hustopece ereignet, wo sich der Ex-Premier im Rahmen seiner Wahlkampf-Fahrradrundfahrt durch Südmähren im August aufhält. Nachdem er seine Teilnahme an einem Volleyball-Spiel beendet hatte, wurde er von einer Menschenmenge mit Steinen und Eiern beworfen und erlitt eine leichte Kopfverletzung, die vor Ort behandelt wurde.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.