Hurrikan "Bill"

Riesenwelle tötet siebenjähriges US-Mädchen

Ausland
24.08.2009 12:48
An der Küste von Neuengland (USA) sind am Sonntag wegen des Hurrikans "Bill" mehrere Menschen von einer gewaltigen Welle ins Meer gerissen worden. Eine Siebenjährige kam dabei ums Leben. Ein weiteres Mädchen im Alter von zwölf Jahren sowie ein Mann wurden verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden (im Bild: die Küstenwache bei der Rettungsaktion für die Schaulustigen). In Florida forderten die Naturgewalten ein zweites Todesopfer: Am New Smyrna Beach ertrank ein 54-jähriger Mann, der in den hohen Wellen geschwommen war. Er wurde von der Brandung an Land gespült.

Bis zu 10.000 Schaulustige hatten sich am Sonntagnachmittag am "Thunder Hole" des Acadia-Nationalparks im US-Bundesstaat Maine versammelt, um die aufgewühlte Brandung aus nächster Nähe zu beobachten. Eine der bis zu viereinhalb Meter hohen Wellen erfasste dabei eine Gruppe von Menschen und riss sie mit ins Meer. Das siebenjährige Mädchen war nach Angaben der Küstenwache bereits bewusstlos, als es nach fünf Stunden aus dem Meer geborgen wurde.

"Mehrere tausend Menschen standen auf dem Ocean Drive im Acadia National Park, um die ungewöhnlich hohen Wellen zu sehen", sagte Parkaufseher Sheridan Steele dem TV-Sender CNN. Derart hohe Wellen seien an dem Aussichtsfelsen mit dem Namen "Thunder Hole" jedoch nicht unüblich. Zunächst seien zwei oder drei Menschen als vermisst gemeldet worden, nach der Rettungsaktion seien die Vermisstenmeldungen jedoch zurückgenommen worden. Mehrere Urlauber wurden mit Knochenbrüchen und Rückenverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Stromversorgung in Kanada lahmgelegt
Auf seinem Weg nach Norden hat "Bill" am Sonntag auch die Stromversorgung in der ostkanadischen Provinz Nova Scotia lahmgelegt. 32.000 Haushalte seien ohne Strom, teilte der Energieversorger Nova Scotia Power auf seiner Website mit. Mehrere Straßen in der Provinz wurden gesperrt, rund ein Dutzend Flüge wurden auf dem Flughafen von Halifax gestrichen.

"Bill" wurde inzwischen zum Wirbelsturm der Kategorie eins herabgestuft. Das Auge des Sturms war 150 Kilometer südsüdwestlich von Halifax, laut dem Nationalen Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA bewegte er sich mit einer Geschwindigkeit von 54 Kilometern pro Stunde Richtung Nordost und erreichte am Montag den Südosten Neufundlands.

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