Rebellen entwaffnet
Aufständische nehmen Amnestie-Angebot an
Bei strömendem Regen erschienen die Kämpfer am Samstag in der Provinzhauptstadt Yanagoa und gaben ihre Waffen ab. "Wir kämpfen nicht für Geld, wir kämpfen für Entwicklung", sagte Boyloaf. Dann zog er seine Militärjacke aus und präsentierte sich den anwesenden Regierungsbeamten in einem weißen T-Shirt mit der Aufschrift "Peace is golden". Wenn die Regierung ihre Zusagen nicht einhalte, müsse die nächste Generation einen noch blutigeren Kampf führen.
Armut trotz Erdölförderung
Mit Anschlägen auf Einrichtungen der Erdölförderung und Entführungen hat die MEND versucht, eine größere Beteiligung der Region an den Öleinnahmen zu erzwingen. Die Bewohner des Nigerdeltas zählen zu den ärmsten der Welt, obwohl Nigeria der größte Erdölproduzent in Afrika ist. Der Gouverneur des nigerianischen Staates Bayelsa, Timipre Sylva, sagte am Samstag: "Der Konflikt im Nigerdelta kann nur durch Entwicklung nachhaltig gelöst werden. Diese Arbeit fängt jetzt an."
MEND-Sprecher Jomo Gbomo wies die Ablieferung der Waffen in Yenagoa zurück und sagte, die Organisation werde sich insgesamt nicht an der Amnestie beteiligen. Wenn der Waffenstillstand im nächsten Monat auslaufe, würden die Angriffe auf die Ölindustrie wiederaufgenommen.
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