"Festung" gebaut
Polizei findet Waffenarsenal bei Bombenleger
Der Mann hatte seine Wohnung, in der er sich mehr als 24 Stunden verschanzte, mit zahlreichen Sprengfallen und Waffen wie eine Festung ausgebaut. Verstecke gab es auch im Keller des Hauses und in einem Erdbunker im Garten.
24-stündiger Nervenkrieg
Nach einem aufreibenden Nervenkrieg hatte sich der Mann am Donnerstagvormittag widerstandslos der Polizei ergeben. Als der Mann nach 24 Stunden Belagerung vor die Haustür trat, hatte er zuvor stundenlang Sprengsätze in seiner Wohnung entschärft.
Als Motiv vermuten die Ermittler die allgemeine Perspektivenlosigkeit des einschlägig vorbestraften und verschuldeten Mannes. Er sei seit dem Jahr 2000 geschieden und habe nur wenige Freunde. Gegen ihn liefen in der Vergangenheit zwei Vollstreckungsverfahren, bei denen es aber nur um 250 Euro ging. Dass Mittwoch früh der Gerichtsvollzieher kommen sollte, sei möglicherweise der letzte Auslöser für die Verzweiflungstat gewesen. Nach Informationen von "bild.de" behauptet der Handwerker jedoch, dass ihm mehrere Kunden Geld schulden. Zudem soll es um Mietstreitigkeiten gehen.
Zwei Sprengsätze gezündet
Der 44-Jährige soll am Mittwoch an zwei Häusern im südhessischen Viernheim und im baden-württembergischen Weinheim mehrere Sprengsätze gezündet und damit großen Sachschaden verursacht haben. Während es in Weinheim bei Sachschaden blieb, gab es bei dem Anschlag in Hessen Verletzte: Ein 32-jähriger Mann und seine 31 Jahre alte Ehefrau schlugen eine Scheibe ein, um mit den sieben und neun Jahre alten Kindern fliehen zu können. Das Ehepaar zog sich Schnittverletzungen zu, der Bub und das Mädchen erlitten einen Schock.
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