Skandal in den USA
Daten von 130 Millionen Kreditkarten gestohlen
Den Computerhackern gelang es nach Angaben des betroffenen Dienstleisters Heartland Payment Systems, sich Kartennummern, Namen und Gültigkeitsdaten zu verschaffen. Ausmaß und Schaden seien noch nicht zu beziffern. Das Unternehmen arbeitet für rund 175.000 vor allem kleineren Läden und Restaurants in den Vereinigten Staaten und führt im Monat über 100 Millionen Kreditkarten-Transaktionen aus.
Ungewöhnliche Zahlungsvorgänge
Die Daten auf dem Magnetstreifen seien eigentlich codiert, müssten aber zur Abfrage kurzzeitig entschlüsselt werden, so der Dienstleister. An dieser Stelle hätten sich die Angreifer die Daten geholt. Heartland Payment Systems war nach eigenen Angaben von den weltweit führenden Kreditkartenkonzernen Visa und Mastercard auf ungewöhnliche Zahlungsvorgänge aufmerksam gemacht worden.
Laut den Behörden hatten beide betroffenen Unternehmen den Einbruch in ihre Zahlungssysteme bereits eingeräumt, der Umfang des Datendiebstahls war aber bisher nicht bekannt. Die Hacker wollten nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Nummern an andere Personen weiterverkaufen, die sie wiederum für betrügerische Zwecke nutzen wollten.
Keine österreichischen Geschädigten
Der Tatzeitraum umfasst die Spanne zwischen August 2007 und Juni 2008, teilte die Kredit- und Bankomatkartengesellschaft PayLife mit. Es sei kein österreichischer Kartenbesitzer dabei zu Schaden gekommen, so PayLife und das Bundeskriminalamt in Wien.
"soupnazi" arbeitete für Secret Service
Der 28-jährige Albert Gonzalez, der online unter dem Namen "soupnazi" bekannt war, sitzt wegen eines ähnlichen Delikts bereits in Untersuchungshaft. Er arbeitete nach Behördenangaben früher für den Secret Service, der für den Schutz des US-Präsidenten und Ermittlungen in Finanzfällen zuständig ist. Dort half Gonzalez bei der Fahndung nach Hackern. Später stellte sich dann heraus, dass er auch mit Straftätern zusammengearbeitet hat und ihnen in mindestens einem Fall auch Informationen über Ermittlungen zukommen ließ.
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