Der Niederschlag am 30. Juli, der die Innerkrems für Tage von der Außenwelt abschnitt, war eigentlich nicht einmal so schlimm, wenn es nicht in so kurzer Zeit gewesen wäre. Doch 35 Millimeter Regen pro Quadratmeter in nur 30 Minuten war einfach zu viel.
„20.000 Kubikmeter Material verfrachtete der Feldbach und sorgte für Verklausungen“, weiß Wildbachverbauer Hans Jehsner. Die Bilanz des Blitzunwetters: die Innerkremser Straße wurde auf 28 Stellen teils völlig weggerissen.
Straße notdürftig befahrbar
Gut zwei Wochen danach ist die Innerkrems laut Hinweistafeln offiziell nur über Salzburg erreichbar. Aber nur offiziell, denn die Bauprofis von Plantrans, Strabag, Fürstauer und der Wildbach- und Lawinenverbauung haben die Straße in Rekordzeit wieder notdürftig befahrbar gemacht.
„Das ist dem raschen und koordinierten Anpacken aller ,Krisenbaumeister‘ zu verdanken“, ist für Landeschef und Krisenmanager Gerhard Dörfler beim Ortsaugenschein.
Mit viel Feingefühl stapelt Albin Lerchster mit seinem mehr als 20 Tonnen schweren Kettenbagger drei bis vier Tonnen schwere Felsbrocken zu einer Stützmauer auf. Kein leichter sondern ein gefährlicher Job, denn immer wieder werden weitere Baumstämme vom Feldbach raus geschwemmt.
Straße wichtig für gesamte Region
Doch die rasche Sanierung ist überlebenswichtig für die Region. „Alleine die Tankstelle in Kremsbrücke muss Einbußen von 50 Prozent hinnehmen, weil auch der Verkehr auf der beliebten Nockalm-Ausflugsstraße umgeleitet wird“, weiß Regionstouristiker Siggi Neuschitzer.
Dörfler: „Da die Arbeiter mit einem hohen Tempo werken, kann die Straße, wenn auch mit Einschränkungen und Ampelregelungen bereits am 25. August wieder freigegeben werden. Da die Sanierung 2,5 Millionen Euro verschlingt, war auch Finanzreferent Harald Dobernig beim Lokalaugenschein dabei, der sofort finanzielle Hilfe zusicherte.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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