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Tod nach Kunstfehler bei Entbindung in Gmunden

Oberösterreich
14.08.2009 11:46
Nach einer Entbindung im Landeskrankenhaus Gmunden, die vergangenen September für die Mutter tödlich geendet hatte, sind zwei Mediziner angeklagt. Das gab die Staatsanwaltschaft Wels am Freitag in einer Aussendung bekannt. Sie hat gegen den behandelnden Arzt wegen des Vergehens der fahrlässigen Tötung und der Urkundenfälschung sowie gegen einen weiteren Arzt wegen des Vergehens der Anstiftung zur Fälschung beim Bezirksgericht Gmunden Strafantrag gestellt.

Bei der 41-jährigen Patientin war es im September während der Entbindung ihres vierten Kindes plötzlich zu gravierenden Problemen gekommen, sie starb trotz einer Notoperation. Rund zweieinhalb Wochen nach dem Tod der Frau überraschte der Krankenhausbetreiber, die Gesundheits- und Spitals AG (gespag), mit der Meldung, dass die Krankengeschichte offenbar manipuliert worden sei. Zwei der involvierten Ärzte bestätigten das. Das Dienstverhältnis mit dem Primar wurde mit sofortiger Wirkung gelöst, der behandelnde Oberarzt suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Eine Expertise des gynäkologischen Gutachters Peter Husslein zu Beginn dieses Jahres ergab Behandlungsfehler. Der behandelnde Oberarzt hätte demnach unter Berücksichtigung aller Risikofaktoren einkalkulieren müssen, dass die Gebärmutter reißen könnte. Seit Mai leitet Michael Sommergruber, der zuletzt als Oberarzt in der Linzer Landes-Frauen- und Kinderklinik arbeitete, die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Landeskrankenhaus Gmunden. Sie wurde interimistisch von Vöcklabruck aus geführt.

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