Protest eskaliert
Heftige Krawalle bei Demo in Honduras
Bereits in der vergangenen Woche hatten gewaltbereite Studenten US-Restaurants in der Nähe der Nationalen Universität in der Hauptstadt attackiert. Die Parteigänger Zelayas, der am Ende Juni gestürzt worden war, werfen Washington vor, die Fäden in dem Staatsstreich gezogen zu haben und Zelayas Rückkehr an die Macht zu hintertreiben.
Zweite Demo in San Pedro Sula
An der Kundgebung für Zelaya beteiligten sich mehr als 10.000 Menschen, viele von ihnen hatten zuvor an einem Sternmarsch aus dem Osten sowie Zentralhonduras teilgenommen. Auch in der Wirtschaftsmetropole San Pedro Sula demonstrierten Zelayas Anhänger für seine Wiedereinsetzung.
Zelaya befindet sich seit dem Staatsstreich am 28. Juni im unfreiwilligen Exil. Übergangspräsident Roberto Micheletti will bis zu der für Ende November geplanten vorgezogenen Präsidentschaftswahl im Amt bleiben. Einen Vorschlag des im Konflikt vermittelnden Präsidenten von Costa Rica, Oscar Arias, Zelaya bis zu der Wahl an die Staatsspitze zurückkehren zu lassen, lehnt er ab.
OAS-Vermittler kommen nach Honduras
Eine Delegation der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wollte ursprünglich bereits am Dienstag als Vermittler nach Honduras kommen. Nach anfänglichem Widerstand stimmte die Übergangsregierung der Vermittlungsmission inzwischen zu. Laut OAS-Generalsekretär Jose Miguel Insulza wird die Delegation jedoch nun frühestens "Ende der kommenden Woche" in Tegucigalpa eintreffen.
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