Mit 88 Jahren

Schwarzeneggers Schwiegermutter gestorben

Ausland
11.08.2009 16:51
Eunice Kennedy Shriver, die Schwiegermutter von Arnold Schwarzenegger und Schwester des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, ist tot. Das teilte ihre Familie am Dienstag mit. Bereits seit einigen Tagen hatte die 88-Jährige im Krankenhaus gelegen, nachdem sich ihr allgemeiner Gesundheitszustand stark verschlechtert hatte.

Shriver machte sich insbesondere als Gründerin der weltgrößten Veranstaltung für den Behindertensport, die Special Olympics, im Jahr 1968 einen Namen. Ihrem Einfluss wird es auch zugeschrieben, dass ihr Bruder John F. Kennedy 1963 das erste Gesetz in der US-Geschichte zum Schutz und zur Förderung geistig Behinderter auf den Weg brachte.

"Sie war das Licht unseres Lebens"
Ihre Familie würdigte die Verstorbene als "Licht unseres Lebens". "Sie war ein lebendes Gebet, eine lebendige Fürsprecherin, ein lebendes Zentrum der Kraft. Sie brach auf, um die Welt und uns zu verändern - das hat sie getan und mehr", hieß es in einer Mitteilung.

Brüder waren berühmte Politiker - zwei wurden ermordet
Shriver war das fünfte von neun Kindern des Ehepaares Joseph und Rose Kennedy. Von den Geschwistern leben jetzt nur noch der langjährige Senator Edward Kennedy, der schwer krebskrank ist, und eine Schwester, Jean Kennedy Smith. Auch ihr Bruder Robert Kennedy war ermordet worden.

Ur-Demokratin unterstützte Republikaner Schwarzenegger
Shriver hinterlässt neben ihrem Mann, dem demokratischen Aktivisten Robert Sargent Shriver, fünf Kinder. Dazu zählt Maria Shriver, die mit dem Ex-Schauspieler und kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger verheiratet ist. Obwohl Mitglied einer eingefleischten demokratischen Familie, unterstützte Eunice Shriver ihren republikanischen Schwiegersohn bei dessen Wahl zum Gouverneur. Schwarzenegger war in den vergangenen Tagen zusammen mit seiner Frau mehrfach ins Krankenhaus gekommen.

Ein Leben für die Rechte Behinderter
Die geistige Behinderung ihrer 2005 gestorbenen Schwester Rosemary Kennedy ließ die studierte Soziologin zu einer Anwältin für die Belange aller Behinderten werden. Die Paralympics entwickelten sich aus einer alljährlichen Sportveranstaltung in Shrivers Garten. Für ihr Engagement wurde Shriver weltweit geehrt. In den USA erhielt sie 1984 die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung.

"Special Olympics Österreich" trauert mit
Auch "Special Olympics Österreich" zeigt sich vom Tod von Eunice Kennedy-Shriver bestürzt. "Wir trauern um eine große Frau und Visionärin, die Menschen mit mentaler Behinderung eine Möglichkeit gab, sich zu beweisen und über Sport in die Gesellschaft integriert zu werden", teilte die Organisation am Dienstag in einer Aussendung mit. Frau Shriver sei Österreich "ganz besonders verbunden" gewesen. "Wir trauern mit der Familie und werden in ihrem Sinne die Arbeit fortsetzen."

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