Runder Tisch?

“Jetzt reden, ehe es zu spät ist”

Kärnten
07.08.2009 18:04
Für Wirbel hat das „Krone“-Exklusivinterview mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler gesorgt (siehe Infobox), der mit seiner Unterschrift gegen das geplante Gas-Dampfkraftwerk die Kritiker unterstützt. Diese hoffen nun darauf, dass es eine offenere Politik in der Causa gibt – schließlich geht es um Sorgen und Ängste der Bürger. Ihr Wunsch: "Jetzt reden, ehe es zu spät ist."

„Meine Vorfahren haben das Schloss vor 300 Jahren gebaut. Man sollte hier noch weitere 300 Jahre gesund leben können“, sagt Peter Goess, Ebenthaler Schlossherr und Mitstreiter der Bürgerinitiativen gegen das GDK. „Die Gutachten zeigen meines Erachtens, dass das Projekt so nicht genehmigungsfähig ist – aber niemand vom Land will in Ruhe mit uns darüber reden.“

Braucht Klagenfurt ein Gas-Dampfkraftwerk? Stimm ab in der Infobox!

Auch Max Felsberger, Kämpfer der ersten Stunde, findet es „beschämend, wie man als Bürger behandelt wird“. Harscher Kritikpunkt ist, dass sich die Politik nicht in das Verfahren einmischt – obwohl es nachweislich gefälschte Protokolle gäbe und obwohl Landeshauptmann Dörfler selbst gegen das Kraftwerk unterschrieben und sich im „Krone“-Gespräch dazu bekannt hat, kein großer Befürworter der Anlage zu sein.

„Er sollte nun dafür sorgen, dass man gemeinsam eine Lösung findet, mit der Kärnten leben kann“, fordern die Kraftwerks-Gegner, die sich laut Felsberger übrigens in der Stunde der Not nach internen Streitereien wieder vereint haben: „Nächste Woche gibt es gemeinsam mit Ebenthal und Magdalensberg Beratungsgespräche, danach wollen wir allen Bürgern der betroffenen Gemeinden auch juristische Unterstützung anbieten.“

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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