Taifun "Morakot"

Hier geht ein Hotel “baden” – dramatische Szenen

Ausland
10.08.2009 11:02
Der Taifun "Morakot" hat nach seinem zerstörerischen Zug über Taiwan das chinesische Festland erreicht und dort mindestens einen Menschen das Leben gekostet. Zu dramatischen Szenen kam es in der Stadt Chihpen, in der das Unwetter ein komplettes Hotel zum Umkippen brachte (siehe Bild). In Taiwan werden unterdessen nach einem Erdrutsch in Folge des Taifuns rund 400 Menschen vermisst. Der Wirbelsturm hat dort bisher mindestens 14 Menschenleben gekostet.
Etwa 100 Bewohner aus dem betroffenen taiwanesischen Dorf Shiao Lin konnten bislang aus den Geröllmassen gerettet werden, viele davon mit Hubschraubern der Streitkräfte, wie die Polizei am Montag mitteilte. Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass der Erdrutsch sogar bis zu 600 Personen unter sich begraben haben könnte. Der Taifun hatte in Taiwan zu heftigen Unwettern und zu den schwersten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert geführt.

Unterspültes Hotel kippt einfach um
Im chinesischen Bezirk Taitung kippte ein sechsstöckiges Hotel um, nachdem sein Fundament unterspült worden war. Alle Gäste und Mitarbeiter, insgesamt etwa 300 Menschen, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, sodass nach Behördenangaben niemand verletzt wurde. Im Bezirk Pingtung waren Medienberichten zufolge 4.000 Dorfbewohner von den Fluten eingeschlossen und warteten auf Rettung.

In der chinesischen Provinz Zhejiang zerstörten heftige Regenfälle fünf Häuser. Fünf Menschen wurden unter den Trümmern begraben, darunter ein Kind, das später seinen Verletzungen erlag, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. 29 Flugverbindungen in der Provinz wurden abgesagtIn Erwartung des Taifuns hatten die chinesischen Behörden an der Südostküste des Landes fast eine Million Menschen in Sicherheit gebracht.

21 Tote auf den Philippinen
Bereits am Freitag hatte "Morakot" im Norden der Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst, denen mindestens 21 Menschen zum Opfer fielen. Meteorologen rechneten damit, dass der Sturm in den kommenden Tagen an Kraft verlieren wird.

Auch Japan von Taifun heimgesucht
Auch Japan wurde von einem Tropensturm heimgesucht. Bei Überschwemmungen und Erdrutschen als Folge des Taifuns "Etau" sind am Montag mindestens 13 Menschen getötet worden, zahlreiche weitere werden vermisst. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war die Präfektur Hyogo auf der japanischen Hauptinsel Honshu am stärksten betroffen. Nach örtlichen Behördenangaben wurden bei dem Unwetter rund 480 Häuser überschwemmt, mehr als 2.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Inlandsflüge wurden abgesagt, auch der Zugverkehr war auf einigen Linien unterbrochen. Nach Angaben von Meteorologen sollte der Taifun "Etau" Dienstag früh mit starken Regenfällen Tokio erreichen.

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