Autobombe
Irak: 30 Tote bei Explosion vor Moschee
In Mossul kommt es seit Langem fast täglich zu Bombenanschlägen und Schusswechseln. Erst vor einer Woche kostete eine Serie von Anschlägen außerhalb schiitischer Moscheen 31 Menschen das Leben. Versammlungen schiitischer Gläubiger sind oft das Ziel sunnitischer Anschläge, da sunnitische Extremistengruppen wie Al-Kaida die Schiiten als Ketzer betrachten.
Pulverfass Mossul
Die Anschläge im Irak haben in den letzten achtzehn Monaten zwar abgenommen, halten in einigen Gebieten wie in Mossul jedoch nach wie vor an. Die Stadt wird als letzte Hochburg der Al-Kaida und anderer sunnitischer Aufständischer angesehen. Diese konnten sich in der abgeschiedenen Gegend rund um Mossul verstecken und sich die Spaltung zwischen Arabern und Kurden zunutze machen.
Anschläge auch in Bagdad
Ebenfalls am Freitag sind bei einer Serie von Bombenanschlägen in Bagdad nach Angaben der irakischen Polizei sieben weitere Schiiten getötet und 24 verletzt worden. Die Gläubigen befanden sich in Minibussen auf der Heimreise von einer Pilgerfahrt nach Kerbala, als drei entlang von Straßen platzierte Bomben explodierten.
Hunderttausende Pilger hatten sich am Donnerstag in der heiligen Stadt Kerbala versammelt, um der Geburt des Imam Mohammed al-Mehdi zu huldigen. Nach dem schiitischen Glauben ist Al-Mehdi eine Messias-ähnliche Gestalt, die vor Jahrhunderten verschwand und eines Tages zurückkehren wird, um Frieden auf die Erde zu bringen.
Symbolfoto






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.