Nach Pannenserie
Atomstreitkräfte der US-Luftwaffe mit neuem Boss
Eine externe Prüfung unter der Leitung des früheren Verteidigungsministers James Schlesinger war zu dem Schluss gekommen, dass die Luftwaffe die Atomstreitkräfte vier Jahre lang vernachlässigt und nicht mit der notwendigen Strenge geführt habe. Gegen diesen "dramatischen und inakzeptablen Niedergang" sei bislang zu wenig getan worden.
Insbesondere zwei Vorfälle hatten Aufmerksamkeit erregt. Im September 2007 war versehentlich ein B-52-Bomber mit echten Atomwaffen von einem US-Stützpunkt zu einem anderem geflogen (siehe Infobox). Zudem entdeckte das Pentagon, dass im Vorjahr versehentlich Atomwaffenkomponenten nach Taiwan verschifft worden waren. Verteidigungsminister Robert Gates entließ im Juni die meisten Verantwortlichen für die Atomstreitkräfte.
Kommando über 23.000 Piloten
Laut Staatssekretär Donley machten auch die Abrüstungsgespräche der USA mit Russland und die Entwicklung einer neuen Atomstrategie der Regierung von US-Präsident Barack Obama die Bedeutung der Atomstreitkräfte deutlich. Das neue Kommando befehligt 23.000 Kampfpiloten. Sie sollen vor allem den Umgang mit Atomwaffen trainieren, aber auch konventionelle Waffen wie eine neue Anti-Bunker-Bombe einsetzen, deren Entwicklung im kommenden Jahr abgeschlossen sein soll. Die neue Kommandostruktur beinhaltet nach Angaben des Luftwaffenstabschefs Norton Schwartz auch strengere und genauere Inspektionen, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Atomwaffen zu gewährleisten.
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