Verhüllte Tatsachen

Nach Verbot: Hagens Sex-Szene in Goldpapier

Ausland
07.08.2009 10:25
Leichen-Plastinator Gunther von Hagens sorgt in Deutschland wieder einmal für Aufregung: Die Stadt Augsburg verbot dem Deutschen unter Androhung eines Zwangsgeldes von 10.000 Euro, seinen "Liegenden Akt" (siehe kleines Bild links oben) eines Liebespärchens auszustellen. Der Präparator verhüllte daraufhin sein Ausstellungsstück mit Goldpapier (siehe großes Bild), ließ aber Fotos von der Sex-Szene aufhängen, die jedes Detail des Akts zeigen. Hagens glaubt dadurch der Zahlung zu entkommen: "Die Abbildung einer Fotografie wurde uns in der Verfügung nicht verboten."

Gegenüber der "Bild"-Zeitung zeigte sich der in deutschen Medien gerne als "Dr. Tod" bezeichnete Plastinator erbost: "In London und Berlin hatte ich keine Probleme mit Aktdarstellungen." Hagens vermutet hinter dem Verbot die katholische Kirche, die ja auch Kondome verbiete: "Das passt ins Bild."

Die Ausstellung "Körperwelten - Eine Herzenssache" ist noch bis 13. September in Augsburg zu sehen.

Fotos: Institut für Plastination

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