Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt hatten vor der EM die gleiche Ausgangsposition: In allen Städten war vereinbart, dass die Stadien rückgebaut und der Aufbau von der Betreiberfirma Porr/Alpine verwertet wird.
In Innsbruck ist dies tatsächlich geschehen: Seit Ende April ist das Tivoli-Stadion wieder um die Hälfte kleiner. „Die Baufirma hat die Stahlteile alle verwertet“, glaubt Michael Bielowski vom Stadion-Betreiber Olympiaworld. „Wir hatten damit aber nichts zu tun. Die Stadt hatte keine Kosten.“ Im Gegenteil: Weil Innsbruck das Angebot, die Tribünen stehen zu lassen, nicht annahm, gab es für die Stadt eine Gutschrift von 900.000 Euro.
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In Salzburg lief die Sache anders. Den Anrainern hatte man zwar auch versprochen, dass das Stadion auf die ursprüngliche Kapazität zurückgebaut wird. Wie sich später herausstellte, war der Ausbau allerdings schon so durchgeführt worden, dass die dauerhafte Nutzung mit knapp 32.000 Plätzen machbar war. Daher brauchte die Salzburger Landesregierung als Stadion-Eigentümerin nach den EM-Spielen nur sieben Millionen Euro locker zu machen, um den Wunsch nach einer repräsentativen „Red Bull“-Arena zu erfüllen.
Rund geht's nur in Klagenfurt
Nur in Kärnten ist auch über ein Jahr nach der Fußball-EM nichts klar. Auch nicht, warum sowohl der Rückbau als auch ein Umbau auf 18.000 beziehungsweise 30.000 Plätze bei Großereignissen deutlich teurer werden soll als in den anderen EM-Städten.
von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
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