Lage angespannt
Boot aus Südkorea gerät in fremdes Gewässer
Ausland
30.07.2009 07:42
Neue Spannungen in Korea: Ein nordkoreanisches Militärschiff hat ein Fischerboot aus dem Süden abgeschleppt, nachdem dieses aus Versehen in fremde Gewässer geraten war. Dies teilte ein südkoreanischer Armeeoffizier am Donnerstag mit. Der Vorfall dürfte die ohnehin angespannten Beziehungen beider Länder belasten. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hat sich seit dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak im vergangenen Jahr verschärft.
Südkorea habe den Norden aufgefordert, das Boot und die vierköpfige Besatzung zurückkehren zu lassen, sagte der Offizier. Noch habe man aber keine Antwort erhalten. Als Grund für das Abtreiben des südkoreanischen Fischerbootes in nordkoreanische Gewässer nannte der Offizier einen technischen Defekt. Vermutlich sei das Navigationssystem ausgefallen.
"Das Satelliten-Navigationssystem des Schiffes hat scheinbar nicht funktioniert", sagte ein Vertreter des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. Zu diesem Zeitpunkt habe sich das 29-Tonnen-Schiff etwa sieben Meilen innerhalb der nordkoreanischen Gewässer befunden.
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