Trotz Kritik
USA greifen weiter auf Bankdaten in Europa zu
Hintergrund des Abkommens ist die Verlagerung des SWIFT-Hauptservers von den USA nach Europa, genauer in die Niederlande. Ziel des Umzugs und der Inbetriebnahme eines weiteren Servers in der Schweiz war eigentlich, die EU-Daten vor den US-Ermittlern zu schützen. Der Schweizer Server wird die gleichen Daten enthalten wie jener in den Niederlanden.
Einigung soll im Herbst stehen
Die USA nutzen die Daten bereits seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. 2006 deckte die "New York Times" diese Praktiken auf, was SWIFT heftige Kritik einbrachte. Das neue Abkommen zwischen der EU und den USA soll nach der Sommerpause stehen und ein Jahr gültig sein. Die Daten können nach dem Verhandlungsmandat für maximal fünf Jahre zur Terrorfahndung gespeichert werden.
Noch mehrere Fragen offen
Die EU geht laut Diplomaten davon aus, dass die USA so großes Interesse an Einsicht in die Daten habe, dass sie bereit sein werde, verschiedene Datenschutzbestimmungen zu übernehmen. Unter anderem sollen ein Rechtsschutz gewährt und die Speicherfristen der Daten beschränkt werden. Unklar bleibt noch, ob und wie Kunden darüber informiert werden, dass die USA auf ihre Daten zugreifen.
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