Familientragödie
Südtiroler Mutter ertränkt Baby und sich selbst
Ausland
19.07.2009 18:58
Eine Familientragödie hat sich am Samstagnachmittag in Südtirol zugetragen: Eine Mutter ertränkte ihr Baby und sich selbst in einem Brunnen. Das fünf Monate alte Kind dürfte am Down-Syndrom gelitten haben, bestätigte ein Carabiniere. Der leibliche Vater des Kindes und Ehemann der 44-Jährigen musste von der Notfallseelsorge psychologisch betreut werden.
Verwandte der beliebten Kindergärntnerin aus Kaltern südlich von Bozen hatten sich auf die Suche gemacht und den leeren Kinderwagen in der Nähe des zwei Meter tiefen Brunnens entdeckt. Gegen 19.20 Uhr wurde der leblose Körper darin gefunden. Das Baby dürfte zu diesem Zeitpunkt bereits eine bis eineinhalb Stunden tot gewesen sein.
Nach der Mutter des fünfmonatigen Kindes wurde weitergesucht. Rund 200 Mann und eine Hundestaffel waren bis Einbruch der Dunkelheit im Einsatz gestanden, schilderte der Carabiniere.
Um Mitternacht schließlich durchsuchte die Freiwillige Feuerwehr Kaltern den Brunnen nochmals mit Scheinwerfern und entdeckte darin auch den leblosen Körper der Frau. Man gehe von Mord und Selbstmord aus, hieß es.
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