Gemeinsame Werte
Gipfel bringt Indien und Pakistan einander näher
Es war erst das zweite Mal nach den Anschlägen im November vergangenen Jahres, dass die beiden Politiker zusammentrafen. Singh und Gilani sprachen am Rande des Gipfels der Bewegung der blockfreien Staaten miteinander. Singh wiederholte der Erklärung zufolge die Notwendigkeit, dass die Drahtzieher der Anschläge von Mumbai, bei denen 166 Menschen getötet wurden, vor Gericht gebracht werden müssten. Pakistan habe dabei Unterstützung zugesagt.
Friedensgespräche aber weiter auf Eis
Den Terrorismus bezeichneten die beiden Regierungschefs als "die größte Gefahr" für ihre Länder. Sie verwiesen jedoch darauf, dass eine Kooperation im Kampf gegen den Terror nicht automatisch Friedensgespräche bedeute. Singh erklärte laut indischen Medienberichten, diese Gespräche würden so lange auf Eis liegen, bis Pakistan gegen die Verantwortlichen der Anschläge vorgegangen sei.
Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Indien und Pakistan hatten sich nach der Anschlagsserie weiter verschlechtert, Neu Delhi hatte danach die Friedensgespräche mit Islamabad eingestellt. Indien macht nämlich die verbotene pakistanische Islamisten-Organisation Lashkar-e-Toiba (LeT) für den Anschlag verantwortlich. Pakistan will offenbar noch in dieser Woche im Zusammenhang mit den Anschlägen fünf Verdächtige vor Gericht stellen, darunter auch zwei LeT-Kommandanten.
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