Vor allem die Gewitter und Stürme im Juni haben den Jungtieren zugesetzt. Teilweise sind Storchenküken einfach aus dem Nest gefallen, teilweise auch erfroren. Die Daunenfedern werden rasch nass und schützen dann nicht mehr vor der Kälte. Dazu kommt, dass die Elterntiere während Schlechtwetterperioden wenig Futter finden und der Nachwuchs deswegen auch anfälliger ist.
Sorge um Nachwuchs
Die ersten Zahlen fürs Burgenland, für Teile Nieder- und Oberösterreichs klingen dramatisch: Zum Teil fehlen in fast jedem zweiten besetzten Horst die Jungstörche. Auf die bisher erfassten 70 Brutpaare kommen nur 88 Jungstörche, das ist ein Schnitt von 1,26 Jungen pro Brutpaar. Zum Vergleich: Im Vorjahr war der Bruterfolg mit durchschnittlich 2,3 ausgeflogenen Jungvögeln wesentlich besser.
Dramatische Situation in Oberwart
Besonders schlecht ist es den Jungstörchen im Südburgenland im Bezirk Oberwart ergangen. Mehr als die Hälfte, nämlich zwölf von 21 kontrollierten Horsten waren ohne Jungvögel. Insgesamt wurden nur 22 Jungstörche gezählt. "Das ist ein Schnitt von gerade einem Jungen pro Brutpaar und ein sehr schlechter Wert", so BirdLife-Expertin Elke Karner-Ranner. Um den Bestand zu sichern ist langfristig ein durchschnittlicher Bruterfolg von 1,8 Jungen pro Brutpaar nötig.
Auch im Nordburgenland (Bezirk Eisenstadt Umgebung und Mattersburg) sieht es schlecht aus. Auf 25 besetzte Horste kommen nur 31 Jungstörche. Etwas besser ist die Lage im Mittelburgenland (Bezirk Oberpullendorf). 13 Brutpaare stehen immerhin 22 Jungvögeln gegenüber. Damit kommen auf ein Brutpaar 1,7 Junge.
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