783 Mio. ¿ Schaden
Fehler bei Auszahlung von EU-Fördermitteln
Allerdings bestehe nur bei einen geringen Teil der gemeldeten Unregelmäßigkeiten Verdacht auf Betrug, erklärte die EU-Kommission. Ein Großteil des Schadens sei auf Fehler der Antragsteller oder der Behörden zurückzuführen, die die Fördermittel verwalteten. Der durch mutmaßlichen Betrug entstandene Schaden belaufe sich auf rund 77 Millionen Euro. Insgesamt fiel der geschätzte finanzielle Schaden trotz der gestiegenen Fallzahl geringer aus als 2007. Damals wurden fehlerhafte Ausgaben im Umfang von gut einer Milliarde Euro aufgedeckt.
Hingegen stieg bei den sogenannten Heranführungshilfen für Beitrittskandidaten neben der Zahl der Unregelmäßigkeiten auch das Schadensvolumen. Es belief sich 2008 auf 61 Millionen Euro, davon wurden dem Kommissionsbericht zufolge 13 Millionen Euro vermutlich in betrügerischer Absicht erschlichen. Neben Beitrittskandidaten wie der Türkei und den Balkan-Staaten erhalten auch die EU-Neumitglieder Bulgarien und Rumänien gegenwärtig noch Heranführungshilfen. Die EU-Kommission legte im vergangenen Jahr nach massiven Unregelmäßigkeiten in diesen beiden Ländern einen Teil der Zahlungen auf Eis.
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