Stolzes Sümmchen
Wagoner geht mit zehn Millionen Dollar in Pension
Der 56-Jährige hatte seinen Chefsessel bei dem Opel-Mutterkonzern auf Druck der US-Regierung am 30. März räumen müssen. Wie aus den SEC-Unterlagen hervorgeht, bleibt er aber bis 1. August auf der Gehaltsliste von GM. Wagoner war 32 Jahre lang im Unternehmen.
Der einst weltgrößte Autobauer hatte als letzte Chance zu seiner Rettung Anfang Juni die Insolvenz beantragt. Das Verfahren wurde am vergangenen Freitag nach nur 40 Tagen abgeschlossen. GM hat von der US-Regierung 50 Milliarden Dollar an Notkrediten bekommen.
Verfehlte Modellpolitik und zu hohe Kosten
Zum Verhängnis wurden GM in den vergangenen Jahren weit zu hohe Kosten und eine verfehlte Modellpolitik. Viel zu lange setzte der Traditionskonzern fast ausschließlich auf bullige Geländewagen und spritfressende Limousinen. Die Konkurrenz vor allem asiatischer Hersteller wie Toyota und Honda wurde völlig unterschätzt. 2008 stießen die Japaner GM nach mehr als einem Dreivierteljahrhundert vom Thron als weltweit absatzstärkster Autobauer.
Der Konzern durchlitt in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neue Sanierungswellen mit drastischem Stellenabbau. Die Talfahrt beschleunigte zuletzt der dramatische Einbruch des Autoabsatzes erst auf dem Heimatmarkt USA und später wegen der Wirtschaftskrise auch in Europa und anderen Teilen der Welt.
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