Lausch-Skandal
Zeitung zahlt nach Abhör-Affäre Entschädigung
Gegen die Zeitung geklagt hatte der Chef des britischen Fußball-Verbands, Gordon Taylor, eines der Opfer der Lauschangriffe. Die britische Polizei ermittelt derzeit gegen "News of the World" wegen des Vorwurfs, deren Reporter hätten eine Privatfirma damit beauftragt, Telefongespräche von Prominenten gezielt abzuhören und die Inhalte für Sensationsberichte zur Verfügung zu stellen. Unter den Opfern sollen sich unter anderen die Schauspieler Jude Law und Gwyneth Paltrow sowie ranghohe Politiker aus allen Parteien befinden.
Einem Bericht des linksliberalen "Guardian" zufolge hat die "News of the World" einigen Betroffenen schon mehr als eine Million Pfund in außergerichtlichen Einigungsverfahren gezahlt. Insgesamt seien über mehrere Jahre hinweg etwa 3.000 Prominente abgehört worden.
Auch George Michael und Gwyneth Paltrow als Opfer
Die Affäre sorgte erstmals im Sommer 2006 für Schlagzeilen, als das Büro von Prinz Charles Beschwerde gegen einen möglichen Lauschangriff auf den britischen Thronfolger einlegte. Damals wurde der "News of the World"-Ressortchef für Berichte über das Königshaus, Clive Goodman, festgenommen und ein Jahr später zu vier Monaten Haft verurteilt. Goodman hat damals betont, er habe auf eigene Faust und ohne das Mitwissen anderer Redakteure gehandelt. Dies zog der "Guardian" jedoch in Zweifel.
Zu den Opfern zählten zuletzt auch der Sänger George Michael, das Model Elle Macpherson und Ex-Vizepremier John Prescott.
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