Kampf um Honduras
Keine Bewegung zwischen Zelaya und Micheletti
Zu einer direkten Begegnung zwischen Zelaya und Micheletti kam es nicht. Micheletti kehrte nach seinem dreistündigen Gespräch mit Arias nach Honduras zurück. Zelaya begab sich nach Guatemala. Arias sagte, beide Seiten müssten den jetzt begonnenen Dialog am Ende mit einem Verhandlungsergebnis abschließen. Erneut bekräftigte er, dass eine schnelle Lösung nicht zu erwarten sei.
"Werden über Rückkehr Zelayas nicht diskutieren"
Einer Rückkehr Zelayas nach Honduras und seiner Wiedereinsetzung als Staatschef erteilte er hingegen erneut eine klare Absage: "Das einzige Thema, über das wir nicht diskutieren werden, ist eine Rückkehr von Manuel Zelaya. Es sei denn, er stellt sich der Justiz." Zelaya droht bei einer Rückkehr nach Honduras die Festnahme wegen "Vaterlandsverrats" und "Machtmissbrauchs".
Präsidentenwahl soll "transparent und sicher" sein
Micheletti sagte vor seiner Abreise, er habe zugesichert, die für den 29. November dieses Jahres geplanten Präsidentenwahlen in Honduras "transparent und sicher" abhalten zu lassen. Dem Vernehmen nach beharrten beide Seiten auf ihren Positionen: Zelaya will sofort als Präsident nach Honduras zurückkehren, Micheletti will, dass Zelaya nicht mehr nach Honduras zurückkehrt. Die Interims-Regierung wirft Zelaya vor, mehrfach gegen die Verfassung verstoßen zu haben.
Unterdessen setzten die Anhänger Zelayas ihre Protestaktionen in Honduras fort, um dessen Wiedereinsetzung ins Präsidentenamt zu erzwingen. Sie blockierten nach lokalen Medienberichten unter anderem wichtige Straßen für den Verkehr zwischen den mittelamerikanischen Ländern.
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