Nach der Kritik des Stromregulators an den zu hohen Energiepreisen in Kärnten wird jetzt die Politik aktiv. „Sobald es eine Möglichkeit gibt, werden die Bürger von günstigeren Tarifen profitieren“, kündigt Klagenfurts Stadtchef Christian Scheider ob der schlechten Finanzlage der Stadtwerke an: „Als Sofortmaßnahme bekommen sozial Schwache in zwei Wochen wieder den Stromscheck im Wert von 100 Euro.“
Das von Energieexperten bescheinigte Preissenkungspotenzial von bis zu 25 Prozent in Kärnten hat Energiereferent Reinhart Rohr zum Handeln veranlasst. „Nicht nur die Marktsituation ist für Konzerne günstig, sondern auch die Wasserführung für die Wasserkraft. Auch die Konsumenten sollten davon etwas zu spüren bekommen“, so Rohr. Er will einen Antrag in der Landtagssitzung am kommenden Donnerstag einbringen und sieht den Landeshauptmann in der Plicht, über die Energieholding bei der Kelag zu urgieren. „Der Rechnungshof hat die Preisgestaltung der Kelag als plausibel erachtet“, befindet indes Landeschef Gerhard Dörfler.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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