"Nur" Helferrolle

Wrolich und Eisel bei Tour de France am Start

Kärnten
29.06.2009 15:38
Zwei Österreicher sind im Feld der 180 Fahrer dabei, wenn die Tour de France am Samstag in Monaco in ihre 96. Auflage startet. Nach Peter Wrolich (Foto links), der seinen Platz im deutschen Team Milram seit längerer Zeit fix hatte, wurde am Montag auch Bernhard Eisel (Foto rechts) vom US-Rennstall Columbia nominiert. Für Wrolich, den Etappen-Zweiten von 2005, ist es die fünfte Teilnahme, Eisel steht sogar zum sechsten Mal in Folge beim wichtigsten Radrennen am Start. Der Profi des Milram-Rennstalls wird neuerlich primär eine Helferrolle ausfüllen. Der Kärntner soll mithelfen, dass Sprinter Gerald Ciolek Spitzenresultate einfährt.

Wrolich ist mit seinen 35 Jahren der Routinier im Milram-Rennstall, er soll in dem stets nervösen Rennen Ruhe ins Team bringen. Der Kärntner soll mithelfen, dass Sprinter Gerald Ciolek Spitzenresultate einfährt. In der bisherigen Saison hat es für den U23-Weltmeister von Salzburg 2006 aber nicht nach Wunsch geklappt. Wrolich will sein Bestes versuchen. "Ich habe meine gute Form von der Tour de Suisse konserviert und werde versuchen, ihn möglichst gut zu unterstützen", sagte der Familienvater.

Schrittmacher-Dienste
Für sein Team hält Wrolich die Jagd nach Etappensiegen für erfolgversprechender als jene nach einer Gesamtplatzierung unter den Top Ten, die der Deutsche Linus Gerdemann einfahren soll. "Wir haben genug schnelle Leute, die aus Gruppen heraus gewinnen können", sagte Wrolich. Sich selbst sieht er vordergründig nicht in dieser Rolle. "Aber ich gehe gerne in Spitzengruppen, wenn sich die Chance ergibt, werde ich versuchen, sie zu nützen."

Eisel hat bei allen bisherigen Teilnahmen das Ziel in Paris erreicht, seine beste Platzierung war der dritte Etappenrang 2005 in Karlsruhe. Mit sechs Teilnahmen avanciert der 28-jährige Wahlkärntner diesbezüglich zur alleinigen Nummer zwei Österreichs hinter Georg Totschnig (8). Eisel soll seinem Team-Leader Mark Cavendish unter anderem bei den Sprint-Etappen wertvolle Schrittmacher-Dienste leisten.

Topfavorit ist der Spanier Alberto Contador. "Ich bin bereit", sagte der Gesamtsieger von 2007 nach dem Gewinn des spanischen Meistertitels im Zeitfahren.

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