Lenkrad und Ganghebel mit Folie umwickelt, die nasse Kleidung auf der Flucht entsorgt. Alles haben die drei gefassten Rumänen (24 bis 26 Jahre) versucht, um der Polizei zu entkommen. Doch dem Geruchssinn eines speziell ausgebildeten Polizeihundes, der neben den „normalen“ Spuren sogar kleinste Hautschuppen wahrnehmen kann, konnten sie sich nicht entziehen.
In einem Heustadel wurde das Trio aufgestöbert. Ein viertes Bandenmitglied soll noch auf der Flucht sein.
Dass es sich bei den Tätern um Profis handelt, bestätigt Kripo-Oberstleutnant Hermann Rogl: „Europol hat bereits nach den Männern gefahndet. Auf ihr Konto gehen Einbrüche in Häuser, Büros und Bankomaten in Österreich, der Schweiz und Deutschland.“ Dazu passt auch das sichergestellte Einbruchswerkzeug wie Geißfuß, Haken und Hämmer sowie Stahlseile.
„Die Täter haben oft auch eine Militärausbildung hinter sich“, weiß ein Kripo-Ermittler: „Wenn diese Männer flüchten, dann ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit. Sie springen Hänge hinunter, ohne zu wissen, was sie erwartet.“
Oder legen sich ins Wasser wie jene Einbrecherbande, die in Hermagor nach einer Großfahndung gefasst wurde. Dort hatten sich die Täter direkt neben Polizisten eineinhalb Stunden lang in einem kleinen Bergbach versteckt. Erst als sie völlig unterkühlt zu zittern begannen, wurden sie gefasst.
Klar, dass die Profiganoven im Ernstfall sich tagelang in Wäldern verstecken können und für solche Situationen meist Lebensmittel mit dabei haben. Auch im Fluchtauto der Rumänen wurden Essen und Getränke sichergestellt.
Die Flucht – zumindest aus Kärnten – ist unterdessen jener Einbrecherbande geglückt, die nach mehreren Coups in Völkermarkt einen blauen Mercedes gestohlen hatte. Der Wagen wurde am Samstag in der Steiermark aufgefunden.
von Hannes Wallner und Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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