„Zu Ostern wurde direkt in Richtung unseres Mehrparteienhauses geschossen. Die Wände haben gezittert, der Lärm war unerträglich. Denn die Hauswände haben den Schall noch zusätzlich verstärkt“, erzählt die Hausverwalterin Charlotte Oblasser. In einem geordneten Rahmen spreche, so Oblasser, allerdings nichts gegen das Böllerschießen.
Auch Hans Pall (Bild), er wohnt nur wenige Meter von dem Mehrparteienhaus entfernt, hat mit dem Böllerschießen schlechte Erfahrungen gemacht. „Unsere Katze wurde durch die Schüsse so verschreckt, dass sie sich drei Tage in einem Schuppen verkrochen hat. Wir brauchten die Hilfe der Polizei, um sie dort herauszuholen. Und noch jetzt verschreckt sie jeder Schuss so, dass sie sich unter dem Bett versteckt.“
"Keine optimale Lösung"
Eine Abschaffung des Brauchtums wollen die Anrainer aber gar nicht. „Leider ist die Auflage der Bezirkshauptmannschaft, nur alle 15 Minuten einen Schuss abzufeuern aber auch keine optimale Lösung für uns. Es ist aber ein Fortschritt“, sieht Christan Nepraunik einen ersten Erfolg.
Die Betroffenen möchten erreichen, dass nicht mehr direkt auf die Häuser geballert wird. Ein Gespräch mit allen Beteiligten wird jetzt von Oblasser und Nepraunig angestrebt: „Diese Auflagen deuten zumindest in die richtige Richtung. Unser Anliegen ist es, dass wir zu einer gemeinsamen Lösung kommen und uns noch in die Augen sehen können.“
von Katrin Fister, "Kärntner Krone"
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