„Das organisierte und aggressive Betteln hat überall zugenommen. Dabei werden die Leute, die vor Geschäften und am Straßenrand sitzen selber nur ausgenutzt“, so Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider.
Am Dienstag hat der Stadtsenat daher gemeinsam mit dem Stadtpolizeikommando eine „Aktion scharf“ gegen das organisierte Betteln in Klagenfurt angekündigt. Polizeichef Eugen Schluga: „Das Geld bekommen nicht die Bettler, sondern die Hintermänner. Wir werden heuer rigoros gegen die organisierten Banden vorgehen und zurückverfolgen, wohin das erbettelte Geld fließt.“
"Einfach nichts geben"
Einen Polizei-Schwerpunkt gegen die rumänische „Bettler-Mafia“ kündigt auch Villachs Vizebürgermeister Richard Pfeiler an: „Wir werden weitere Gespräche mit der Polizei führen, wie es uns gelingen kann, der Lage Herr zu werden. Am sinnvollsten ist jedoch ziviler Widerstand – die Leute sollten den Bettlern einfach nichts geben.“
Zugenommen hat der „Bettel-Tourismus“ heuer auch in Völkermarkt – ein von Stadtvize Gerald Grebenjak gefordertes Verbotsgesetz ist jedoch beim Stadtchef abgeblitzt. „Das Verbot wird in der nächsten Stadtratsitzung behandelt“, erklärt Valentin Blaschitz: „Es könnte nur mittels Notverordnung funktionieren.“
Bereits vor zwei Jahren wurde ein ähnlicher Gesetzesvorschlag nach Aufforderung des Kärntner Landtages ausgearbeitet. „Das ist damals aber nicht zustande gekommen“, weiß Gerald Glantschnig, Chef der Verfassungsabteilung im Land.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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