USA im Visier
Al Kaida würde Pakistans Atomwaffen einsetzen
Pakistans Streitkräfte gehen seit Wochen im Swat-Tal gegen radikale Islamisten vor. Experten erwarten, dass danach eine Offensive gegen die Hochburg der Taliban an der Grenze zu Afghanistan geplant ist. Das Erstarken der islamistischen Kräfte hatte in den vergangenen Monaten die Furcht aufkommen lassen, die pakistanischen Atomwaffen könnten in ihre Hände fallen. Die Regierung in Islamabad hat betont, die Waffen seien sicher gelagert.
Obama vertraut auf Pakistans Regierung
US-Präsident Barack Obama betonte zudem am Sonntag, er vertraue auf die Pakistanis und ihre Regierung, dass "sie ihre Probleme auf dem Wege der Demokratie lösen und die Extremisten isolieren". Die USA würden nicht beabsichtigen, eigene Truppen nach Pakistan zu schicken. Im Nachbarland Afghanistan haben die USA fast 60.000 Soldaten stationiert.
Übernimmt Mullah Omar direkte Kontrolle über Taliban?
Indes nimmt der oberste Anführer der afghanischen Taliban, Mullah Omar, die Kontrolle über die radikalislamischen Rebellen nach Informationen des "Wall Street Journal" zunehmend selbst in die Hand. Mullah Omar ordne nunmehr selbst Anschläge an und entscheide über die Kommandostruktur der Taliban am Hindukusch, berichtete die US-Zeitung. Dies sei ein klarer Strategiewechsel.
Bisher war die Organisation des Taliban-Aufstandes gegen die US-geführten Streitkräfte in Afghanistan den örtlichen Anführern überlassen, wie die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsvertreter und Aufständische weiter berichtete. Omar, der einem als "Schura von Quetta" bekannten Taliban-Führungsgremium vorstehe, habe sich bisher auf das Sammeln von Spendengeldern, religiöse Führung und strategische Ratschläge für die Kämpfer beschränkt.
Zehntausende flüchten aus Unruhegebiet
Die Lage der Flüchtlinge im unruhigen Nordwesten Pakistans verschlechtert sich nach UNO-Angaben: Vor einem geplanten Vorstoß des Militärs verließen in der Grenzregion Süd-Waziristan etwa 40.000 Pakistanis ihre Häuser. Den Vereinten Nationen zufolge suchen 80 Prozent der Flüchtlinge bei Verwandten und Freunden Zuflucht. Unterstützung zu leisten sei daher eine besondere Herausforderung für die Hilfsorganisationen.
Symbolbild
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