Historischer Akt
US-Senat entschuldigt sich für Sklaverei
Die Resolution sei eine Entschuldigung im Namen des amerikanischen Volkes für die Untaten gegen Afro-Amerikaner und ihre Vorfahren, die unter der Sklaverei und rassistischen Jim-Crow-Gesetzen gelitten hätten, heißt es. Entschädigungszahlungen an Nachfahren der Sklaven sind jedoch keine vorgesehen.
Einige Bundesstaaten waren schneller
Das US-Repräsentantenhaus hatte im vergangenen Jahr erstmals auf Bundesebene eine ähnliche, ebenfalls nicht-bindende, Entschließung verabschiedet. Eine Reihe von Bundesstaaten billigten bereits vergleichbare Resolutionen. Das US-Abgeordnetenhaus muss nun erneut über das Papier abstimmen, weil sich die Zusammensetzung der Kammer seit der Wahl im November geändert hat. Weil sie unverbindlich ist, muss Obama die Resolution nicht unterzeichnen.
Forderung nach Entschädigung bleibt aufrecht
Die sogenannten Jim-Crow-Gesetze galten zwischen 1870 und 1965 vor allem im Süden der USA und verweigerten Afro-Amerikanern die Möglichkeit der Wahl und weitere Bürgerrechte. Sie schrieben zudem die Rassentrennung fest. Teile der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA fordern seit Jahren Entschädigungszahlungen an die Nachfahren der Sklaven für das jahrhundertelang erlittene Unrecht.
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