Neue Spannungen
Nordkorea bunkert offenbar Chemiewaffen
Nach dem Bericht einer Expertengruppe verfügt Nordkorea über einige tausend Tonnen Chemiewaffen. Die nordkoreanische Volksarmee lagere etwa 2.500 bis 5.000 Tonnen chemische Kampfstoffe, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der renommierten nicht-staatlichen International Crisis Group (ICG).
Mit den Mengenangaben bestätigte die Organisation Schätzungen des südkoreanischen Verteidigungsministeriums zu biochemischen Waffen in Nordkorea. Nach Angaben Südkoreas verfügt das Nachbarland außerdem über die Fähigkeit, tödliche Viren zu züchten. Die Vorräte scheinen nicht angewachsen zu sein, doch reichten sie aus, "Südkorea umfassende zivile Verluste zuzufügen", hieß es.
Langstreckenrakete im Juli einsatzbereit?
Außerdem sei Nordkorea laut einem japanischen Zeitungsbericht ab Juli dazu in der Lage, eine ballistische Langstreckenrakete Richtung Hawaii abschießen. Die Rakete mit einer Reichweite von bis zu 6.500 Kilometern würde vom Testzentrum Dongchang Ni im Nordwesten des Landes gestartet, berichtete die Zeitung "Yoimuri" am Donnerstag. Das Blatt berief sich auf eine Analyse des Verteidigungsministeriums in Tokio und Geheimdienstinformationen.
Die Situation sei "angespannter denn je", heißt es in der offiziellen nordkoreanischen Zeitung. Den USA wurde zugleich unterstellt, zusammen mit ihren Verbündeten eine Verleumdungskampagne gegen Pjöngjang im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu betreiben. Die Gefahr eines Angriffs auf Nordkorea sei gestiegen.
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