Do, 16. August 2018

Peinlicher Skandal

25.05.2009 14:14

Daten bei britischer Luftwaffe gestohlen

In Großbritannien reißt die peinliche Serie der Datenpannen nicht ab: Diesmal wurden bei der Luftwaffe Datenträger mit hochsensiblen privaten Informationen über Mitarbeiter gestohlen - darunter Details über Drogenmissbrauch, strafrechtliche Verfolgungen, Besuche bei Prostituierten oder Affären inklusive der Namen der außerehelichen Partner.

Die Computer-Festplatten seien im September von der Royal Air Force (RAF) in Gloucestershire gestohlen worden und enthielten die Ergebnisse einer Sicherheitsüberprüfung der Mitarbeiter, berichteten der Sender BBC und die Zeitung "The Guardian" am Montag. Die Regierung habe dies jedoch geheim gehalten und weder das Parlament noch den Datenschutz informiert.

Ministerium sagte nicht ganze Wahrheit
Zum Zeitpunkt des Diebstahls hatte das Verteidigungsministerium lediglich mitgeteilt, dass womöglich Bankdetails und Adressen von 50.000 Mitarbeitern verloren gegangen seien. Ein internes Papier habe nun aber gezeigt, dass auch die Details der Sicherheitschecks verschwunden sind, berichteten die Medien. Betroffen seien rund 500 Mitarbeiter, darunter hochrangige Offiziere.

RAF-Mitarbeiter nun Ziel von Erpressern?
In dem Schreiben warnte die RAF davor, dass die Informationen für Erpressungen genutzt werden könnten. "Diese Daten sind eine außerordentliche Liste für ausländische Geheimdienste, investigative Journalisten und Erpresser", heißt es in dem Dokument, das ein ehemaliger RAF-Offizier der BBC zukommen ließ.

Wenn Details aus dem Privatleben teils hochrangiger RAF-Mitarbeiter an die Öffentlichkeit kämen, würde zudem der Ruf des Militärs beschädigt. Wie der "Guardian" berichtet, waren die Informationen nicht verschlüsselt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte den genauen Inhalt der Datenträger indes nicht bestätigen. Er sagte lediglich, es gebe keine Hinweise, dass sie für kriminelle Zwecke oder von "feindlichen Elementen" missbraucht würden. Alle Betroffenen seien informiert und beraten worden.

Britische Datenskandale en masse
In Großbritannien ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu peinlichen Datenpannen gekommen. So gingen einmal die Daten von Millionen von Kindergeldempfängern verloren, dann die von Führerscheinanwärtern. Zuletzt geriet eine CD mit den genauen Spesenabrechnungen britischer Abgeordneter an die Presse. Dadurch wurde ein Skandal ausgelöst, der alle etablierten Parteien gleichermaßen schwer beschädigt hat. Premier Gordon Brown steht deshalb unter starkem Druck, schnell Neuwahlen anzusetzen.

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