In der Eurozone ist die Arbeitslosenquote auf 8,9 Prozent gestiegen. Im Februar hatte sie noch 8,7 Prozent betragen. Ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte stieg sie in der Gesamt-EU, wo sie im Februar noch bei 8,1 Prozent gelegen war. Im Jahresabstand - März 2008 zu März 2009 - gab es in der Eurozone einen Anstieg um 1,7 Prozentpunkte von 7,2 auf 8,9 Prozent, in der EU-27 eine Erhöhung um 1,6 Punkte von 6,7 auf 8,3 Prozent.
Spanien und die Balten bereiten Sorgen
Nach Spanien folgen in der Höhe der Arbeitslosenrate im März die drei baltischen Staaten Lettland (16,1 Prozent), Litauen (15,5) und Estland (11,1), dann Irland (10,6), Slowakei (10,5), Ungarn (9,2), Frankreich (8,8), Portugal (8,5), Schweden (8,0), Griechenland (7,8), Polen (7,7), Deutschland (7,6), Finnland (7,4), Belgien (7,3), Italien (6,9), Malta (6,7), Großbritannien (6,6), Luxemburg (6,1), Bulgarien (5,9), Rumänien (5,8), Dänemark (5,7), Tschechien (5,5), Slowenien (5,0), Zypern (4,9) und dann Österreich (4,5) sowie die Niederlande (2,8 Prozent).
Angesichts dieser Zahlen versucht die EU mit einem Beschäftigungsgipfel am kommenden Donnerstag (7. Mai) in Prag, über mögliche Initiativen für den Arbeitsmarkt im Lichte der aktuellen Wirtschaftskrise Signale zu setzen.
EU-Gipfel zum Thema herabgestuft
Allerdings wurde das zunächst als Gipfel der Staats- und Regierungschefs aller 27 EU-Staaten angesetzte Treffen de facto herabgestuft, es wird eine Veranstaltung der EU-Kommission mit Vertretern des derzeitigen Vorsitzlandes Tschechien, dessen Vorgängers Frankreich und Nachfolgers Schweden sowie mit den Sozialpartnern sein.
EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hatte zuletzt erklärt, wegen der Wirtschaftskrise würden in der EU im laufenden Jahr rund 3,5 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen, die Arbeitslosenrate werde in Europa 2010 im Durchschnitt zehn Prozent erreichen.
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