Bis zu 60 Tote
Anschlagsserie im Irak setzt sich fort
Am Vortag waren bei zwei Anschlägen mindestens 89 Menschen getötet worden. Die Angriffe haben die Furcht vor einem Wiederaufflammen der Gewalt in dem Golfstaat sowie die Sorge erhöht, die irakischen Sicherheitskräfte könnten nach dem geplanten Abzug der US-Truppen mit der Lage überfordert sein.
Zum Zeitpunkt der Tat strömten zahlreiche Gläubige zum Freitagsgebet in das Heiligtum, dem Grabmal des Imams Mussa al-Kadhim. Beide Attentäter zündeten im Abstand von wenigen Minuten ihren Sprengstoffgürtel.
Sunnitische Aufständische verantwortlich?
Rund um den Schrein herrschte zu diesem Zeitpunkt großes Gedränge, weil die Schiiten das Heiligtum im Norden der irakischen Hauptstadt vor allem am Freitag, dem islamischen Feiertag, besuchen. Für die Tat wurden sunnitische Aufständische verantwortlich gemacht.
Das Grabmal war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen. Zuletzt kamen dort Anfang April sieben Menschen bei einer Bombenexplosion ums Leben. Im Jänner sprengte sich in der Nähe des Heiligtums ein als Frau verkleideter Mann in die Luft und tötete mehr als drei Dutzend Menschen.
Symbolbild
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