1,5 Millionen Kubikmeter Erde, die auf 28 Hektar Baustellengelände bewegt werden, 120 Arbeiter, 23 Millionen Euro Kosten: Das sind die Dimensionen der derzeit größten Baustelle der Bundesbahnen.
Bilder von den Umleitungsarbeiten bei der Lavant findest du in der Infobox!
In St. Paul im Lavanttal, nahe dem Westportal des Koralmtunnels, haben am Montag dutzende Arbeiter mit schwerem Gerät die Lavant umgeleitet, um im Trockenen eine neue Bahnbrücke errichten zu können. "Die Herausforderung dabei ist, das Wasser zu bändigen. Damit auf der Baustelle kein Wasser eindringen kann, werden Pfähle bis zu zehn Meter tief in die Erde getrieben", erklärt Polier Gerhard Dörflinger.
Fluss soll gebändigt werden
Bis zur Fertigstellung des Bauabschnittes soll der Fluss auf einer Länge von 1,4 Kilometern verlegt und somit gebändigt werden. "Das ist eine große Chance, dass sich der ökologische Zustand des Flusses wieder verbessert. Denn von ursprünglich mehr als 30 Fischarten sind heute nur noch wenige im Fluss zu finden", erklärt Landesfischereiinspektor Wolfgang Honsig-Erlenburg.
Begleitet werden die Arbeiten entlang der Lavant vom Seenforschungsinstitut, dessen Mitarbeiter die Fische von den alten in die neuen Flussstrecken übersiedeln: "Bereits im Vorfeld wurde der Bestand erhoben, um später Vergleiche ziehen zu können."
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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