Tropensturm

Zyklon verwüstet Bangladesch – fünf Tote

Ausland
19.04.2009 15:27
Der Zyklon "Bijli" hat Teile Bangladeschs verwüstet und dabei mindestens fünf Menschen getötet. Mehr als 1.000 Häuser in dem südasiatischen Land seien zerstört worden, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Der Wirbelsturm sei am Freitagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern auf das Land getroffen. Zuvor waren die Behörden von nur drei Toten ausgegangen (siehe Video in der Infobox).

Drei der Toten, darunter ein kleiner Bub, wurden in ihrem zusammenstürzenden Haus begraben, nachdem mehrere Bäume auf das Dach gefallen waren, wie das Tourismusbüro im Distrikt Cox's Bazar berichtete. 

300.000 Menschen in Sicherheit gebracht
Insgesamt waren knapp 3.000 Familien in drei Distrikten von dem ersten Tropensturm der Saison betroffen. Mehr als 300.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Bewohner kehrten nach dem Sturm auf die Inseln vor der Küste zurück. Fischerboote fuhren wieder hinaus in die Bucht von Bengalen. 

Der Sturm entwurzelte Bäume, verwüstete Ackerland und brachte in einigen Gegenden die Stromversorgung zum Erliegen. Bangladesch wird immer wieder von zerstörerischen Zyklonen heimgesucht. Ende 2007 starben bei einem Zyklon 4.000 Menschen, im April 1991 wurden fast 140.000 Menschen Opfer eines Wirbelsturms.

Burma bleibt verschont
Burma blieb fast genau ein Jahr nach dem verheerenden Zyklon "Nargis" von einer weiteren Naturkatastrophe verschont. Die Ausläufer des Zyklons brachten dem Land zwar heftige Regenfälle, aber entgegen den Befürchtungen keine Überschwemmungen. Schäden wurden nicht gemeldet, berichtete die staatliche Presse der Militärjunta am Sonntag.

Das Wetteramt des Staates hatte seit vergangener Woche vor dem Tiefdruckgebiet gewarnt. Vor einem Jahr waren die Behörden scharf kritisiert worden, weil Hunderttausende Einwohner des Irrawaddy-Deltas auf "Nargis" nur ungenügend vorbereitet waren. Etwa 140.000 Menschen kamen ums Leben, als der verheerende Zyklon am 2. Mai über die Südküste hereinbrach und eine meterhohe Flutwelle auslöste. "Bijli" war vor Erreichen der Küste Burmas zu einem tropischen Sturm heruntergestuft worden.

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